Die Hebräische Universität von Jerusalem

Eine Geschichte von akademischer Exzellenz

Offiziell beginnt die Geschichte der Hebräischen Universität Jerusalem mit ihrer Eröffnung auf dem Skopusberg in Anwesenheit von Lord Balfour am 1. April 1925.
Allerdings wurden die Fundamente sehr viel früher gelegt. Vor der Grundsteinlegung der Universität (1918 durch Chaim Weizmann) hatten große Visionäre ihrer Zeit die Schaffung eines Staates für die Juden vorhergesehen und Pläne zur Etablierung eines Zentrums für akademische Exzellenz geschmiedet.

Eine Gruppe dieser Visionäre bildete das erste Direktorium der Universität: Chaim Weizmann, Albert Einstein, Sigmund Freud, Martin Buber, Chaim Nachman Bialik, Cyrus Adler, Yehuda Magnes, Ahad Ha'am und Rabbi Avraham Kook. Ihre gemeinsame Vision war die Gründung einer international respektierten, akademischen Institution in Palästina als führende Bildungseinrichtung für das jüdische Volk. Von hier aus sollte es mit den kulturellen, geistigen und intellektuellen Ressourcen seines Erbes versorgt sowie die Schulung einer neuen Generation von Wissenschaftlern, Philosophen, Staatsmännern, Lehrern, Landwirten und Unternehmern für die Entwicklung einer neuen Nation ermöglicht werden.

An der Eröffnungszeremonie der Hebräischen Universität auf dem Mount Scopus im Jahr 1925 nahmen die Führer der jüdischen Welt, angesehene Wissenschaftler, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und britische Würdenträger teil, darunter der Earl of Balfour, Viscount Allenby und Sir Herbert Samuel. Bis 1947 hatte sich die Universität zu einer großen Forschungs- und Lehreinrichtung entwickelt. Eine medizinische Schule wurde 1949 genehmigt, ebenso wie eine juristische Fakultät. Im Jahr 1952 wurde ein landwirtschaftliches Institut gegründet. Während des Unabhängigkeitskrieges von 1948 wurden Angriffe auf Konvois durchgeführt, die zwischen dem israelisch kontrollierten Teil Jerusalems und der Universität verkehrten. Der Führer der arabischen Streitkräfte in Jerusalem, Abdul Kader Husseini, drohte mit einer militärischen Aktion gegen das Hadassah-Krankenhaus der Universität, wenn die Juden sie weiterhin als Stützpunkt für Angriffe benutzen“.

Nach dem Massaker im medizinischen Konvoi Hadassah, bei dem 79 Juden, darunter Ärzte und Krankenschwestern, abgeschlachtet wurden, war der Campus des Mount Scopus von Jerusalem abgeschnitten. Der britische Soldat Jack Churchill koordinierte die Evakuierung von 700 jüdischen Ärzten, Studenten und Patienten aus dem Krankenhaus. Als die jordanische Regierung Israel den Zugang zum Berg Scopus verweigerte, wurde ein neuer Campus in Givat Ram im Westen Jerusalems gebaut und 1958 fertiggestellt. In der Zwischenzeit wurde der Unterricht in 40 Gebäuden in der ganzen Stadt abgehalten.
Das Terra-Santa-Gebäude in Rehavia, das von den Franziskaner-Kustoden der lateinischen Heiligen Stätten gemietet wurde, wurde ebenfalls für diesen Zweck genutzt. Anfang 1967 waren die Studenten auf die beiden Campusse in Jerusalem und die landwirtschaftliche Fakultät in Rehovot verteilt. Nach der Vereinigung Jerusalems nach dem Sechstagekrieg im Juni 1967 konnte die Universität auf den wiederaufgebauten Berg Scopus zurückkehren. Im Jahr 1981 wurden die Bauarbeiten abgeschlossen und der Mount Scopus wurde wieder zum Hauptcampus der Hebräischen Universität.

 

 

Von Exzellenz und Expertise – warum wir die HUJ unterstützen

Die Hebräische Universität Jerusalem ist Israels wichtigste Universität und Forschungseinrichtung. Sie wird den 100 führenden Universitäten der Welt zugerechnet. International zählen ihre Wissenschaftler in vielen akademischen Feldern zu den Spitzenforschern.

Aktuell verfügt die Universität über sieben Fakultäten, zwölf Lehrinstitute und rund 100 Forschungsinstitute – von der Biotechnologie über Astrophysik bis zur Krebsforschung. Die Universität hat mehrere Exzellenzzentren, darunter die Zentren für Theoretische Neurowissenschaften, Bioinformatik, Nanotechnologie und Umweltwissenschaften. Auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie bei den Rechtswissenschaften zählt die HUJ zu den führenden akademischen Einrichtungen unserer Zeit.

Die herausragenden Leistungen sind in dieser Breite und Tiefe nur zu erzielen, weil die Finanzierung dieser ambitionierten Forschungsbereiche durch Drittmittel und das Engagement Einzelner unterstützt wird. Auch wir tragen als Freundeskreis dazu bei, die innovativen Forschungsleistungen an der HUJ zu ermöglichen.

Diese Fakten belegen die Spitzenstellung der Hebräischen Universität:

  • 1.200 Dozentinnen und Dozenten
  • insgesamt 24.000 Studierende
  • davon 12.000 in Bachelor-Studiengängen, 7.050 im Master-Studium, 2.650 Doktoranden und 1.200 Studierende an der Rothberg School for Overseas Students und weitere in anderen Programmen
  • Grundlagenforschung und anwendungsorientierte Forschung
  • Rund ein Drittel der zivilen, wissenschaftlichen Forschung in Israel werden an der HUJ durchgeführt.
  • aktuell rund 3.500 Forschungsprojekte
  • jährlich etwa 500 weitere Projekte
  • 16 Prozent der Forschungsarbeit an der Universität münden in Anwendungen in der High-Tech-Industrie.
  • Forschungshaushalt rund 100 Millionen US-Dollar
  • Startups Anzahl pro Jahr ???

Basierend auf dem an der Hebräischen Universität erarbeiteten Erkenntnisse

Die Hebräische Universität ist sich ihrer besonderen Funktion bewusst – nicht nur für Israel, sondern für den gesamten Nahen Osten. Die HUJ ist an zahlreichen Forschungsprojekten mit arabischen Nachbarländern und palästinensischen Instituten beteiligt; vor allem in den Bereichen der Konfliktforschung, der Landwirtschaft und der Umweltwissenschaften.

Mit Deutschland unterhält die Hebräische Universität ein dichtes Netz von Kooperationen. Aktuell werden zwölf Projekte in Kooperation mit deutschen Wissenschaftlern aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft oder des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Außerdem besitzt sie die größte Anzahl von wissenschaftlich besonders innovativen Minerva Zentren in Israel.

Alle Angaben: Stand 04/2020

Erfahren Sie mehr über die Hebräische Universität

Zahlen und Fakten

24.000Studenten

973Forscher

7Fakultäten

14Schulen

6Campi

> 200Studiengänge und Programme

> 5.000Kurse

Awards

1Fields-Medaille in Mathematik

1Touring-Preis in Informatik

8Nobelpreise

13Wolfspreise

14EMET-Preise

100Rothschild-Preise

204 Israel-Preise

Globaler Bereich

208 Studentenaustauschprogramme mit 95 akademischen Einrichtungen in 24 Ländern.

95 akademische Einrichtungen in 24 Ländern.

220 Postdoktoranden aus 26 Ländern.

2.000 Schüler aus 90 Ländern besuchen jedes Jahr die Rothberg International School.

320 Akademische Vereinbarungen mit Institutionen in 44 Ländern.