Die Hebräische Universität von Jerusalem.
Offiziell beginnt die Geschichte der Hebräischen Universität Jerusalem mit ihrer Eröffnung auf dem Skopusberg in Anwesenheit von Lord Balfour am 1. April 1925 — die Fundamente wurden jedoch sehr viel früher gelegt.
Vor der Grundsteinlegung (1918 durch Chaim Weizmann) hatten große Visionäre ihrer Zeit die Schaffung eines Staates für die Juden vorhergesehen und Pläne zur Etablierung eines Zentrums für akademische Exzellenz geschmiedet. Eine Gruppe dieser Visionäre bildete das erste Direktorium der Universität: Chaim Weizmann, Albert Einstein, Sigmund Freud, Martin Buber, Chaim Nachman Bialik und andere.
Bis 1947 hatte sich die Universität zu einer großen Forschungs- und Lehreinrichtung entwickelt. Nach dem Unabhängigkeitskrieg 1948 und der vorübergehenden Abschneidung des Mount Scopus wurde ein neuer Campus in Givat Ram gebaut. Nach dem Sechstagekrieg 1967 konnte die Universität auf den wiederaufgebauten Mount Scopus zurückkehren, der 1981 wieder zum Hauptcampus wurde.
Die HUJ heute — Fakten und Zahlen
7 Fakultäten, 12 Lehrinstitute und rund 100 Forschungsinstitute
Rund ein Drittel der zivilen, wissenschaftlichen Forschung in Israel
16 % der Forschungsarbeit münden in High-Tech-Anwendungen
12.000 Bachelor-, 7.050 Master- und 2.650 Doktorandenstudierende
Kooperationen mit Deutschland
Mit Deutschland unterhält die Hebräische Universität ein dichtes Netz von Kooperationen. Aktuell werden zwölf Projekte in Kooperation mit deutschen Wissenschaftlern aus Mitteln der DFG oder des BMBF finanziert. Außerdem besitzt die HUJ die größte Anzahl von Minerva-Zentren in Israel.
Die HUJ ist auch an Forschungsprojekten mit arabischen Nachbarländern und palästinensischen Instituten beteiligt — vor allem in der Konfliktforschung, Landwirtschaft und Umweltwissenschaften.